Schritt für Schritt entsteht Neues – Februar 2026

Trotz aller Hürden geht es voran, ein neues Gemeindehaus am Vestnertorgraben entsteht … Schritt für Schritt!
Im April 2025 war es endlich so weit: Nach siebenjähriger Vorbereitungszeit mit unzähligen Anträgen, Behördengängen, Beratungen und Entscheidungen begann der Umbau unseres Gemeindehauses am Vestnertorgraben, das nach 60 Jahren nicht nur hinsichtlich Brandschutz und Renovierungsstau in die Jahre gekommen war. Als Bagger und Kran der Baufirma auf unserem Grundstück und dem von der Stadt Nürnberg angemieteten öffentlichen Raum anrückten, wurde es ganz offensichtlich: Altes vergeht und Neues entsteht!

Damals hatten Optimisten in der Gemeinde gedacht, dass in einem Jahr vielleicht schon wieder der erste Gottesdienst stattfinden könnte. Heute freuen wir uns, wenn nach elf Monaten der Rohbau fertiggestellt sein wird. Wir sind wohl als Gemeinde nicht die Einzigen auf der Welt, die erfahren müssen: Bauen ist schneller gedacht als gemacht!

Die ersten Monate des Umbaus standen ganz unter dem Zeichen „Abriss“. Für viele unter uns war es erschreckend, wie wenig vom alten Gebäude noch übrig blieb: Gerade einmal Teile des Kellers und zwei Wände des Erdgeschosses hatten den Bagger überstanden. Über Wochen ähnelte das Gemeindehaus eher einer Ruine in der Nähe der Burg als einem Ort mit florierendem Gemeindeleben.

Architekturmodell - Gemeindehaus der EFG nach Umbau

Rohbau, neuer Eingang, Ansicht von Vestnertorgraben

Der neue Gottesdienstsaal, Status Rohbau

Zwei Banner am Bauzaun – „Kirche, die wächst – Glaube, der lebt – für Menschen vor Ort“ und „Hier wächst neuer Raum für Begegnung,mit Menschen mit Gott!“ sagen jedem Passanten, der an der Baustelle vorbeigeht, was unsere Motivation und unser Ziel bei diesem sehr herausfordernden Projekt sind.

Erschrocken waren wir alle, als wir während der Abrissarbeiten plötzlich die Nachricht bekamen, dass ein junger Bauarbeiter vom Gerüst gestürzt war. Gott sei Dank: keine lebensgefährlichen Verletzungen „nur“ ein Fersenbeinbruch. Dennoch machte uns dieser Schock schnell deutlich, dass Unfallfreiheit bei einem solchen Umbau keine Selbstverständlichkeit ist. Dem jungen Bauarbeiter geht es wieder gut, und wir hoffen und beten, dass dies der einzige Unfall bleibt.

Hindernisse gab es aber auch immer wieder seitens der Baubehörden: Dachten wir ursprünglich, vielleicht etwas naiv, alle Pläne lägen vor und nun werde Schritt für Schritt zügig gebaut, sah die Realität deutlich anders aus. Immer wieder führten Einsprüche und Änderungswünsche des Prüfstatikers zu Verzögerungen. Eine Fertigdecke konnte nicht wie geplant einfach eingesetzt werden, sondern musste nach mühsamem Umplanen aufwendig gegossen werden. Ein Stromzuleitungskabel stoppte den Bagger über mehrere Tage, bis der Stromversorger nach entsprechender Beantragung und Wartezeit das Kabel verlegte. Zwei Verteilerkästen, die seit Jahrzehnten unmittelbar neben dem neuen Fundament standen, sorgten für weitere Turbulenzen.

In allen Herausforderungen steht uns unser Architekt und Bauleiter mit Rat und Tat zur Seite. Das Bauteam, bestehend aus sieben Gemeindemitgliedern, brauchte in den zurückliegenden Monaten über Langeweile nicht zu klagen. Neben den unzähligen Treffen mit der Baufirma und dem Architekten kommt es alle zwei Wochen zu Beratungen und Entscheidungen zusammen. Vor Kurzem fiel in dieser Gruppe der Ausspruch: „Wenn dieser Umbau abgeschlossen ist, wissen wir einigermaßen, wie’s geht!“ Seit einigen Tagen wird das Bauteam nun noch durch ein Team verstärkt, das sich vor allem um die Innenausstattung Gedanken macht. Wieder stehen viele Fragen und Überlegungen an: Welche Böden in welchem Raum? Wie sollte die Wandfarbe aussehen? Wie kann das Innenleben des neuen Gemeindehauses am besten gestaltet werden? … und vieles mehr

Wir sind sehr dankbar, dass unsere Nachbarn am Vestnertorgraben alle Einschränkungen und Baubeeinträchtigungen geduldig mittragen, und freuen uns schon jetzt auf ein Einweihungsfest mit ihnen.

Gleich nach Abschluss des Rohbaus hoffentlich im März 2026, steht die Dachabdichtung an, und auch die Fenster und Türenfirma steht in den Startlöchern. Parallel werden Elektro und Heizungsmonteure viele Meter Kabel und Rohre verlegen. Der Aufzug ist ebenfalls schon bestellt und wartet auf den Einbau. Wieder viele Beratungen und Entscheidungen, die zu treffen sind.

Trotz aller Rückschläge und Hindernisse schauen wir mit Dankbarkeit auf alles zurück, was schon geschafft ist, und blicken gleichzeitig hoffnungsvoll nach vorne. Denn letztlich wissen wir: Unser großer Gott baut seine Gemeinde und damit auch dieses Gemeindehaus. In Anlehnung an Psalm 127 glauben wir fest: „Wenn Gott das Haus baut, dann ist die Mühe der Bauleute nicht umsonst!“ Es ist unser Ziel, die nächste Weihnachtsfeier (2026) im neu umgebauten Gemeindehaus zu feiern. Wir sind gespannt auf die vielen Möglichkeiten, die die neuen Räume eröffnen werden. Bis dahin müssen noch unzählige Gedanken, Treffen, Handschläge, Euro und Gebete investiert werden. Eine riesige Herausforderung für die gut 100 Gemeindemitglieder, ein Leichtes für einen allmächtigen Gott, damit neuer Raum der Begegnung mit Menschen und diesem großen Gott entsteht.

Gemeinsames Gebet für unser neues Gemeindehaus; Vorort

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